Hörgeräte im Winter

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Hörgeräte bei Minustemperaturen

Praktische Tipps für den Geräteschutz

Ein Hörgerät ist zu allen Jahreszeiten eine wertvolle Hilfe, mit der die Hörfähigkeit und Lebensqualität der Träger steigt. In den kalten und nassen Monaten des Jahres benötigt das kleine, technische Gerät jedoch etwas mehr Schutz und Aufmerksamkeit. Unser Bericht erklärt, warum Hörgeräte im Winter gefährdet sind und wie Nutzer aktiv zur Pflege und zum Werterhalt ihres Geräts beitragen können.


Weshalb sind Hörgeräte bei Minustemperaturen gefährdet?

In einem modernen Hörgerät ist empfindliche Technik auf engstem Raum verbaut. Die Gehäuse zeitgemäßer Geräte sorgen zwar für einen guten, physischen Schutz des Innenlebens. Trotzdem können Feuchtigkeit und Minustemperaturen zum Problem werden.

Im Unterschied zur Hauselektronik sind Hörsysteme Kälte, Nässe und Wind direkt ausgesetzt. Ob beim Spaziergang durch die Winterlandschaft oder auf dem Weg zum Supermarkt, Kälte und Feuchtigkeit können direkt ans Ohr und somit an die Geräte gelangen. Auf Hörgeräte bei Minustemperaturen zu verzichten, möchten trotzdem die wenigsten Träger. Wie also möglichen Schäden an der Technik vorbeugen?


Hörgeräte im Winter trocken und warm halten

Grundsätzlich gilt: Hörgeräte im Winter sollten warmgehalten und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dies gilt neben der Lagerung auch beim Tragen im Alltag. Draußen unterwegs, helfen beispielsweise eine Mütze oder ein Stirnband weiter. Mit diesen schützen Millionen Menschen ihre Ohren auch ohne ein Hörgerät und genießen eine wohlige Wärme. Damit weiterhin eine gute Klangwiedergabe vorherrscht, sollte das Mikrofon des Geräts freibleiben. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, um das zum eigenen Modell passende, winterliche Accessoire zu finden.

Technische Hilfe für die Trocknung nutzen

Selbst bei einem guten Schutz des Hörgeräts lässt sich nicht verhindern, dass dieses beim Tragen im Winter kalt wird oder Feuchtigkeit aufnimmt. Wieder zu Hause angekommen, ist deshalb die Trocknung des Geräts ratsam. Für alle batteriebetriebene Hörgeräte empfiehlt es sich, zu einer elektronischen Trockenbox zu greifen. Diese ist explizit für die Wartung und Instandhaltung von Hörgeräten konzipiert und sorgt dafür, dass Hörgeräte bei Minustemperaturen den geringstmöglichen Schaden nehmen.

Modelle wie die elektronische Trockenbox PerfectDry Lux verbinden eine effektive Belüftungs-Trocknung mit dem Einfluss von UV-C-Strahlen. Diese tragen zur Desinfektion bei, so dass Anwender ihr Hörgerät in einem hygienischen Zustand in Empfang nehmen. Die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit am Ohr kann schließlich dafür sorgen, dass sich Fremdkörper oder Bakterien am Gerät oder im Gehörgang sammeln. Die gründliche Reinigung durch Geräte wie die Trockenbox PerfectDry Lux beugt diesem Risiko vor.

Akkubetriebene Hörsysteme sind für elektronische Trockenboxen nicht geeignet.

Weitere praktische Tipps bei kalten Temperaturen


Ihr Hörgerät ist eine wertvolle Hilfe in allen winterlichen Lebenslagen. Eine Ausnahme stellt die Räumung des Grundstücks von Schnee dar, wenn dies mit großen Räummaschinen stattfindet. Diese erzeugen eine hohe Laustärke, welche durch die Hörsysteme ebenfalls noch einmal verstärkt werden kann. Auch wenn moderne Hörsysteme diese begrenzen oder sogar selbstständig reduzieren können, sollten Sie die Lautstärke Ihrer Systeme nach unten regeln oder ggf. für den geplanten Einsatz abschalten.



Das Nachlassen der Hörfähigkeit kann sich ebenfalls auf das Gleichgewichtsorgan auswirken. Dieses befindet sich im Innenohr, was den Zusammenhang zwischen Hörfähigkeit und räumlicher Wahrnehmung erklärt. Hörsystemträger sollten darum besondere Vorsicht, im öffentlichen Raum, walten lassen. Rutschige und vereiste Flächen werden seltener als Gefahr wahrgenommen, so dass die Sturzgefahr steigt.


Leider birgt die kalte Jahreszeit auch gesundheitliche Beeinträchtigungen, z.B. durch Krankheiten wie Grippe, Erkältungen und eventuell daraus resultierende Symptome wie Mittelohrentzüngen. In diesen Fällen kann auch das Hörsystem von Bedeutung sein. Im Krankheitsfall sollten Hörsystemträger auch mit Ihrem Arzt und Hörgeräteakustiker abklären wie die Systeme am besten getragen werden sollten.